"An einem Sonntag im März..."
Poesie und Liedtexte begleiten uns über das Jahr. An einzelnen Werkstatt-Tagen werden wir uns die Texte von Lieblingsliedern und -gedichten vorlesen und neu arrangieren. Jetzt, im März, ist es der Frühling, den wir genauer betrachten werden. Ob Kinderlied oder Chanson, ob "Alle Vögel sind schon da" oder "An einem Sonntag im April", alles kann inspirierend wirken und den Blick weiten.
Schreibenwerkstatt mit Museumsbesuch
KOMMUNE 1 - und wenn ICH einmal alt bin?
Lebensentwürfe in den 60ern und heute. Besuch des Deutschen Historischen Museums.
Mit einem Blick zurück auf die eigenen Vorstellung vom Alter, als man selbst jung war, wird folgendes reflektiert: Was ist geblieben? Was hat sich verändert? Die eigene Zeitzeugenschaft ist der Fundus, aus dem Texte und Gedichte entwickelt werden. Bei dem Besuch der Fotoausstellung "Menschen - Orte - Zeiten" im Deutschen Historischen Museum werden subjektive Bilder mit zeitgenössischen Momentaufnahmen verglichen.
KUNSTSTÜCKE – GEDÄCHTNISLÜCKE – WORTBRÜCKE
In dem 2-tägigen Seminar entstehen mit Hilfe unterschiedlicher Schreibspiele, die Phantasie und Kreativität anregen, kleine Texte. Gerade die Methoden des Mind-Mapping und Clustering sind gedächtnisfördernd und zaubern Erinnerungen hervor, die überraschen. Es entstehen aber auch ganz neue Zusammenhänge, wenn man lautmalerisch mit den Wörtern arbeitet, denn über den Klang werden noch andere Areale unserer Wort- und Bildarchive wachgerufen. Am 2. Werkstatt-Tag wird die Sammlung Berggruen oder das Georg-Kolbe-Museum besucht. Der spontane Austausch über die Bilder und Skulpturen dient dann als Schreibanlass. Die Unterschiedlichkeit der Eindrücke und Empfindungen inspiriert. Assoziationsketten und Farb- oder Materialerlebnisse ergänzen den Schreibprozess. Aus den Texten, manche werden zudem nach dem Aufschreiben noch malerisch/zeichnerisch bearbeitet, entsteht zum Abschluss ein „Wörterbuch“.
2-tägige Schreibwerkstatt für Demenzkranke und ihre Angehörigen 18./19. September 2010, Bezirksamt Charlottenburg
GEVATTER TOD ERZÄHLT... Märchen, Allegorien und Geschichten.
Lese- und Schreibwerkstatt
Es war schon immer das Bedürfnis von Menschen, sich den Tod vorstellbar zu machen, das Unvorstellbare begrifflich zu fassen. Eine Vielzahl von Geschichten mit der Symbolfigur „Tod“ zeugen davon. In der Schreibwerkstatt werden die unterschiedlichen Texte zusammengetragen, um sich so für eigene Gedichte und Geschichten anregen zu lassen. Dabei können Skurriles und Ernstes, Heiteres und Seltsames aufeinandertreffen. Und genau aus dieser Melange lassen sich kleine, absurde Szenen entwickeln. Das wär‘ doch gelacht, wenn wir das nicht hinkriegen. Schauen wir mal, wie weit uns unsere Texte tragen.
TRÄUME LEBEN
Traum und Unbewusstes als Ressource für Fantasie und Kreativität nutzen. Ans Tageslicht holen oder hinabsteigen, die Traumdeutungen von Sigmund Freud und C.G. Jung dienen uns dabei als Orientierungshilfen. Sprachspiele, Fantasiereisen und das automatische Schreiben der Surrealisten begleiten uns auf so manchem verschlungenen Pfad. Der Weg entsteht im Gehen, und das Gedicht im Schreiben. Sprachbilder verdichten und verwandeln Sinn ins Traumhafte: Träume leben.
IM GARTEN DER LÜSTE Mythen, Bilder und Geschichten rund ums Thema Liebe Schreibwerkstatt und Museumsbesuch
Über die Jahrhunderte hinweg gilt in der Philosophie die Liebe als umfassendes kosmisches Prinzip, egal wie es genannt wurde, ob Libido, Lust oder Erotik. Es ist psychische Energie, die sich in allem zeigt, was ein „Streben nach“, appetius, ist. Wir schauen auf Eros, Venus und Dionysos, blättern bei Casanova, Goethe, Nietzsche, Hesse und Camus und recherchieren in unseren eigenen Erlebnisarchiven. Ob Anna Karenina oder Dornröschen, ob Lustgarten oder Eroscenter, wir schreiben es auf.
LUFTSCHLÖSSER AUF DER KARL-MARX-STRASSE! Lesershow in der Schmiede
Sprachspiele, Fantasiereisen und das automatischen Schreiben der Surrealisten sind die Werkzeuge, mit denen wir uns in die verborgenen, kreativen Bereiche unserer Vorstellungswelt hineinbegeben. Ausgangspunkt bilden gefundene Wörter in der Karl-Marx-Strasse. Schilder, Plakate, Werbung, alles wird zum Material.
So schreibt jede z.B. 10 Minuten lang schnell, ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik und ohne den Stift abzusetzen alles auf, was ihr zu einem bestimmten Reizwort einfällt, auch entfernte, plötzlich auftauchende Assoziationen. Gerät der Schreibfluss ins Stocken, schreibt man das nächsten Wort mit dem letzten Buchstaben des letzten Wortes weiter. Diese schnelle Schreiben liefert ebenso wie das freie Assoziieren wunderbares Material zum Weiterverarbeiten ob als Elfchen, Haiku oder Tanka.
Die unterirdischen Geschichten einer Strasse zeigen sich als funkelnde und praktische, schimmernde und schwebende, als erdige und luftige Gebilde. Unsere Sprachbilder verdichten und verwandeln Sinn ins Traumhafte und Traumhaftes in Sinn.
DIE FARBEN DER EHRE Aus den jeweiligen Tageszeitungen werden alle Fotos herausgeschnitten und in unterschiedlicher Intensität mit Aquarellfarben oder Pastellkreiden eingefärbt, die auf diese Weise die Skala der Ehre darstellen. Die Fotos werden anschliessend zu einer Zeitungsbildmontage verarbeitet. Die unterschiedlichen Motive bleiben in ihrer Reihenfolge bestehen, verweisen aber dadurch, dass sie auf engerem Raum ohne Text gezeigt werden, auf eine zweite, latente Ebene: TAGESSTIMMUNGEN. Der Workshop lässt sich gut in zwei Stunden durchführen und fast beliebig wiederholen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zwei Aspekte bleiben dabei immer: Der kritischer Umgang mit den Medien und das spielerische Werten der eigenen Vorstellungen. |